Die sechste Ausgabe

Ab dem 24.06.2013 ist die sechste Ausgabe erhältlich. Das Heft gibt es entweder bei Anchored Records (www.anchoredrecords.de) oder einem der zahlreichen Reseller. Ihr könnt es auch via E-Mail ordern. Einfach ein Mail an projectprint@freenet.de schreiben und für 3,50 (inkl. Versand) gehört ein Heftchen euch.

Diesemal im Heft: Dogchains, 25 Jahre Core Tex, Lasting Traces, Gängeviertel Goes Hardcore, Go For It!, Heads Down Records, uvm.

Anchored Records und Project Print Fanzine präsentieren:

Off The Hook und Ghostwriter live in Hamburg!

Die fünfte Ausgabe

Seit dem 26.10.2012 ist die fünfte Ausgabe des PROJECT PRINT Fanzines erhältlich.
Wer ein Heft haben möchte bestellt via E-Mail unter projectprint@freenet.de oder schaut in den ANCHORED RECORDS Onlineshop (www.anchoredrecords.de) oder bei einem der zahlreichen Reseller (findet ihr in der Rubrik „Wo zu kaufen?“). Das Heft wird es wieder zum schlanken Preis von 1,50 (plus Porto und Versand) geben.

Diesmal im Heft dabei:
Reflections, HOOD1, 4PAWS, Eisberg, Unveil, Next Round und vieles mehr.

Ghostwriter Summer Tour 2012

This is our schedule for our upcoming tour in August:

12.08. – Leipzig @ Lolabar w/ The Words I Never Said, Striking Justice, Hawser

13.08. – Torgau @ Brückenkopf w/ Robert Paulson

14.08. – Mainz @ Haus Manusch w/ I.M.O.D.I.U.M.

15.08. – Aachen @ AZ w/ In Circles, Hieroglyphs

16.08. – tba

17.08. – Neumünster @ AJZ w/ The Words I Never Said, Hawser

18.08. – Greifswald @ Baltic Sea w/ All For Nothing, Death By Stereo, Accept The Change and many more

19.08. – Dresden @ Chemiefabrik w/ The Mongoloids, Take Offense

Die vierte Ausgabe

Im März 2012 erschien die vierte Ausgabe.
Diesmal mit dabei: WOLFxDOWN, ISOLATED, WITH OPEN ARMS, HOME RUN, THE LINES WE CROSS uvm.

Review aus dem Übersteiger

Project Print Nr.4
Kontakt: projectprint.blogsport.de
In der aktuellen Ausgabe des sympathischen Hamburger Hardcore-Fanzines gibt vor allem der Drummer von Wolf X Down einen äußerst interessanten Einblick in den „Alltag“ der schwer angesagten, 4-köpfigen Vegan Straight Edge-Combo aus dem Ruhrgebiet. Persönlich sagt mir deren Mucke nicht wirklich zu, dafür aber umso mehr deren (politischen) Engagement und Radikalität. Weitere E-Mail-Interviews
wurden noch mit den nach 9 Jahren inzwischen aufgelösten With Open Arms, mit How 2 Start (Lünen Style Hardcore!), den fast seit 20 Jahren existierenden Isolated aus dem Harz, dem weitläufigen HC-Forum/Magazine Outspoken, The Lines We Cross und dem Label Black Heart Records aus Leipzig gemacht. Außerdem gibt es ein Doppelinterview mit der malaysischen(!) Band Home Run und deren Label Learn To Trust Records, den Bericht des letztmals angesprochenenen PPF/St.Pauli Skinheads-Solikonzertes im Hafenklang (siehe Rezi im ÜS Nr.106), eine kleine Kolumne „Vom Alltags- und Weltschmerz“ über den typischen SxE-Werdegang, viele Platten- und Fanzinerezis, die Secondhand-Spendenbörse Buy Merch To Save Animals (mehr Infos: buymerchtosaveanimals.blogsport.de) und Hardcore Help Foundation werden vorgestellt (hardcore-help.com) und die Hamburger Oldschool-Hardcorepunks von Out Of Step verraten sämtliche Linernotes ihres neuen Albums „Mr.X and Mr.T“. Puh! Ist wie immer randvoll und das pure Lesevergnügen für Liebhaber der besten Musik der Welt. Für nur 1,50? gibt es die Nr.4 (und die anderen Ausgaben)
bei Jakob über die oben angegebene Blogsport-Seite zu ordern. Klickt mal rein! // Stemmen

Review aus dem „Ox Fanzine“ #102

„Vierte Ausgabe eines kleinen Fanzines, das unter der Straight-Edge-Flagge segelt. Neben einem pathetischen Plädoyer für SxE finden sich hauptsächlich Interviews mit Bands, die auch in eben dieser Kategorie eingeordnet werden können, aber auch Zeilen zu Labels, anderen Fanzines und einer Tierrechtsinitiative. Von dem Großteil der Befragten habe ich noch nie etwas gehört, das muss aber auch nichts bedeuten. Obwohl die Interviews alle sehr ähnlich strukturiert sind und oft die gleichen Fragen gestellt werden, erscheinen mir die Macher_innen positiv bemüht. Mir gefällt die Idee, jedes Interview mit einem kurzem Review der aktuellen Platte der jeweiligen Band abzurunden. So auch bei WOLFxDOWN, die ausführlich und deutlich ihren emanzipatorischen Anspruch klar stellen und damit aus dem platten „Unity-HC“ herausstechen. Am interessantesten und auch lesenswert ist das Interview mit HOME RUN aus Malaysia und dem ebenfalls dort ansässigen Label Learn To Trust Records, die auf den letzten Seiten einen interessanten, aber leider kurzen Blick auf Hardcore in Südostasien gewähren.“
Martin Nawabi

Review aus dem Trust Fanzine #156

„Das PROJECT PRINT ist ein kleines DIY – Hardcore Fanzine aus Hamburg, welches zweimal im Jahr in gedruckter Form erscheint. Unser Ziel ist es, Bands, Labels und andere Leute/Aktionen in der Hardcore- und Punkszene zu unterstützen“, so informiert uns das Heft online zu den sympathischen Zielen. Wie sieht die Umsetzung aus? Die Ausgabe beinhaltet Interviews mit WolfXDown, Isolated, How 2 Start, With Open Arms, Blackheart, Homerun aus Malaysia, The Lines We Cross und Out of Step. Ich möchte vorausschicken, dass nun folgende Worte logischerweise ausschließlich meine Meinung ist und keine „Trust“-Meinung, ich bin mir sicher, wäre das Heft in andere (gekreuzte) Rezi-Hände gefallen (Hallo Berlin!), würde die Besprechung völlig anders („besser“) ausfallen, aber ich wollte es ja haben.

Was direkt auffällt ist, dass die Bands (ob jung oder alt) in den Gesprächen recht stark betonen, das es ihnen wirklich egal sei, ob jemand tränke oder nicht, sie selber tränken ja jetzt kein Alkohol, aber sie würden das bei anderen tolerieren und es wäre ihnen ja auch egal und uns würde mehr vereinigen mehr als uns trennen täte. Erster ziemlich lange anhaltender Reflex: „Du, supercool, danke, dass ich das darf bzw. dass das für dich okay geht!!! Und wen frage ich jetzt, wenn ich mir erotische Bilder im Netz angucken möchte? Die Sängerin von Wolf X Down? Die Al Barile Clearingstelle in Neu-Brandenburg? Darf ich das? Ist das Hardcore (sic!)? Kann ich das vereinbaren mit mir selber? Oder mit dem, was du für Punk hälst? Muss ich das wirklich mit mir selber am Ende verhandeln, schade, gibt es denn keinen übergeordneten Menschen, der mir das gestattet oder eben nicht und mir genau sagt, was jetzt Punk (nicht) ist?! Erlaubt mir bitte Sachen, bevor ich selber noch anfange, mir da eventuell einen eigenen Kopf zu machen???! It is okay not to think???
Generell geht mir sowohl dieser selbstgerechte ödipale „Ich trinke Alk und bin super“-Saufgeprolle-Core und der „Ich trinke kein Alk und bin noch superer, weil ich eben nicht die legalen Drogen der kapitalistischen Gesellschaft konsumiere (du bist sooo geil, Baby!), ich bin so toll anders (verzichte doch mal aufs Zähneputzen, die Message hatte auch noch keine Subkultur in dem Maße!)- Straight Edge – Dünkel gleichmachen völlig zu recht auf den Sack. Because I said so! Ich muss bei letzterem immer an den SFA-Song „Just another word“ denken (“You are just a bunch of fucking hippocrites“). Macht doch, wat ihr wollt, meine Güte, ich mag Pizza, du magst Nudeln, ist doch völlig wumpe, so lange du nicht anfängst, mir zu erzählen, dass Nudeln geiler sind als Pizza, weil es DIR besser schmeckt oder du keine Pizza verträgst oder viele Menschen Pizza mögen und du willst aber jetzt von denen abheben, werde doch nen Tier! etc. So fucking what?! Und um mehr geht es nicht, ihr seid doch über 18/21, da müsst ihr nicht mehr eure Mutti oder Pat Dubar vorher fragen, wenn ihr Limo oder Bier oder Korn trinken wollt, okay? Es ist DEIN Leben. Buch dat doch selber. Scheiss drauf. Sonst keine Probleme? Meine Güte, geht mir das alles auf die Eier hier wieder: Hallo, es ist 2012?! Hallo, „There is no authority but yourself“??? Mann Ey! Werdet doch Soldaten oder Polizisten, wenn ihr jemand braucht, der Gedanken und Taten von euch abnickt. Werdet doch konsequente Massenmörder, dass hatten Jugendkulturen vor Punk auch nie sooo oft, got me? Ich will mit solchen Heinis kaum bzw. nix zu tun haben, da ist mir der sexistische Alk-Proll am Kiosk beinahe lieber, der ist zwar auch scheiße, aber wenigstens weiß man da direkt, woran man ist. Wer mich nach dem Alkkonsum, meiner Lieblingsspeise, nach meiner T-Shirt-Farbe oder meiner Sockenfarbe beurteilt, der kann sich selber korrekt ins Knie ficken und sich einen drauf runter holen, wie straight edge / punk / hc man/frau doch wäre, ihr habt überhaupt gar nix verstanden!!! Mann Mann Mann. Wer eine so banale Selbstverständlichkeit („Ich finde das völlig okay, wenn du Alk trinkst, obwohl ich selber ja nun nicht…“) auch noch betont, dem wird es eben nicht egal sein – und natürlich ist das völlig uninteressant, ob und was man trinkt, meine Güte!!! Sagt das was über den Menschen aus? Hallo??? Echt? Ach was! Und die gesunde Lebensführung schützt nicht davor, Quatsch zu erzählen: In dem WOLF X Down – Interview gefiel mir grundsätzlich die von der Band geäußerte Gesellschaftskritik. Jedoch, wenn ich da was lese von der Erde, die beschützt werden muss vom bösen Menschen, der sich erlauben würde, die Erde ihm untertan zu machen. *Kopfschütteln und Hand-an-die-Stirn-schlag*. Es wäre echt was Neues und Schönes, wenn der Mensch WIRKLICH im Mittelpunkt stehen täte (das nennt man dann Humanismus und nicht „anthropozentrisch“). Aber er ist doch nur Anhängsel der Profitinteressen. Es war nur eine kleine Passage in dem ansonsten sehr langen und ziemlich guten Interview, aber da sowas früher in den 90er oft (Earth Crisis, Earth First, Tiefenökologie, der Baum lebt etc.) und heute noch manchmal als fortschrittlicher Standpunkt eingeführt wird: zu so jemanden, jetzt sehr polemisch gesprochen, fallen mir drei Zitate ein: „Für ihn gilt wirklich, was Nietzsche Schopenhauer und Voltaire zu Unrecht vorwarf, dass sie ihren Hass gegen gewisse Dinge und Menschen als Barmherzigkeit gegen Tiere zu verkleiden wussten“ (aus dem Kapitel „Mensch und Tiere“ der „Dialektik der Aufklärung“, S. 269). Weil: „Natur an sich ist weder gut, wie die alte, noch edel, wie die neue Romantik es will“ (S. 270). So jemand findet es sicher ziemlich geil, wenn Menschen sterben, weil, juhu, ein Feind weniger! Die Primeln und Erdbeerkucheninsekten, die ermordet werden, um aus dem Rückenmark einen Zusatzstoff für Medikamente herzustellen, die Menschenleben rettet, die dürfen jetzt leben, fuck yeah! Machen wir es doch mal konsequent und stellen den Menschen noch weiter hinten an, und verkündigen in der vegan-vegetarischen Diktatur folgendes Gesetz: Jeder Mensch, der ein Blatt zertritt und eine Fliege verschluckt, der muss für den Rest seines Lebens in den Tofu-Minen arbeiten. Johannes Agnoli hat es in seiner Schrift „Die Transformation der Demokratie“ (hin zu einem autoritärem Staat) völlig richtig auf den Punkt gebracht: „Es kommt bei mir – ich gestehe es gerne ein – noch hinzu, dass in meinem unverbesserlichen Humanismus mir der Mensch im Guten wie im Schlechten immer das bleibt, was Protagoras von ihm sagte, das Maß aller Dinge: und dass die Natur nicht in Ansehung der Natur zu schützen ist. Ihr dürfte nämlich die eigene Zerstörung ziemlich gleichgültig sein. Es geht den Löwen in Afrika kaum an, dass in den Ozeanen die Wale zwecks Profimaximierung ausgerottet werden. Die Einzigartigkeit des Naturwesens Mensch besteht nicht zuletzt eben darin, dass ihm die Ausrottung der Wale, das Absterben der Flüsse, die Vernichtung der Wälder, die Verpestung der Luft bewusst werden und nicht gleichgültig sein können. Und dies bedeutet also: Schutz der Natur in Ansehung der Existenz der Menschheit“. Nach Diktat in die Kneipe.
(Jan)

PROJECT PRINT proudly presents: WITH OPEN ARMS Farewell Tour

13.4. GER Passau @ ZAKK
14.4. GER Magdeburg @ Jc Knast
15.4. GER BOOK NOW!
16.4. GER Berlin @ Koma F
17.4. POL Warsaw @ Indecks (tbc)
18.4. POL BOOK NOW!
19.4. AUT / SLO BOOK NOW!
20.4. HUN Eger @ Egrix club & skatepark
21.4. HUN Budapest @ Trafik klub
22.4. ITA Treviso @ Punky Reggae Club
23.4. AUT Graz @ Explosiv
24.4. GER BOOK NOW!
25.4. GER Essen @ Emokeller
26.4. GER Aurich @ Rock‘n'Roll Pub Sixties
27.4. GER Gotha @ Juwel
28.4. GER Fürth @ Ottogrund
29.4. CZ Prag @ Café Na Půl Cesty (matinee show)

WITH OPEN ARMS, formed in 2002, is a positive, „new york-style“ – hardcore band from Munich with raw, emotional, pissed off and sometimes desperate hardcore in the veins. A band that wants to give a home to every dedicated mind out there that cares, never questioning whether it is a metal head, a straight edge kid, an oldschooler or a punkrocker.
While spreading this open minded, but still critical and rebellious attitude, the band doesn‘t preach to you how to live yopur life, whom to hate for any reason or what to rage against. Moreover it tries to prevent you from hiding behind walls, thinking that there isn‘t a place for you in this ever more false, fashion-orientated and ignorant society.

After almost 10 years of putting a lot of love, heart and thought in our music and lyrics, we sadly decided to break up.
It was not a choice we easily have made, but a choice which makes sense to all five of us.

Yet, there is a little more to come; Right now we still have a couple of shows that are confirmed and will be played.
Furthermore we are planning a Farewell Tour in April 2012.
So if you would like to book a final show for us, get in contact ether with us directly or our Buddy Chris at Horrorbiz Booking.

chris@horrorbiz.de

presented by FUZE Magazine, Allschools.net, Partyausfall.de & Project Print Fanzine

210 + RISK IT! + LIGHT YOUR ANCHOR am 02.02.2012 im Hafenklang in Hamburg

presented by Project Print Fanzine

Die dritte Ausgabe

Die dritte Ausgabe ist am 31.10.2011 erschienen und für 3,00 Euro inkl. Versand unter projectprint@freenet.de erhältlich.

Diesmal gibt es unter anderem Interviews mit: INSIDE JOB, GET IT DONE!,
I AM REVENGE, RISK IT!, DIE HITCHHIKERS, VIOLENCE APPROVED, END IS FOREVER und einigen mehr.
Dazu gibt es ein großes FANZINE SPECIAL mit Interviews mit verschiedenen Fanzinern.
Ein bisschen dies und ein bisschen das wird es auch geben, also seid gespannt.

Review aus dem „Ox Fanzine“ #101

„Wenn auf dem Cover halbnackte Männer von der Bühne fliegen, kann man schon recht schnell auf den Inhalt schließen. Das PP aus Hamburg ist ein Hardcore-Zine reinsten Wassers und nicht nur durch die Auswahl der Bands, sondern auch durch das Layout lässt sich mal ganz anschaulich beschreiben, wo der Unterschied zwischen einem Punk- und Hardcore-Heft heutzutage allgemein liegt. Denn das ganze Heft kommt sehr sehr sauber und klar rüber, da gibt’s keine verwackelten Fotos, kein Schnipsellayout oder verwirrende Grafikexperimente. Wäre ich garstig aufgelegt, könnte ich das auch steril nennen. Inhaltlich finden sich unzählige Interviews mit Bands und Labels wie RISK IT!, END IS FOREVER, INSIDE JOB oder DISTRICT 763 RECORDS – kenne ich allesamt nicht, aber ich bin ja nun auch nicht knietief in der heutigen HC-Szene verwurzelt. Ein Highlight in der dritten PP-Nummer ist aber auf alle Fälle das Fanzine-Special. Bin ja selbst der Meinung dass sich in letzter Zeit wieder vermehrt Leute dazu berufen fühlen, Hefte zu produzieren. PP-Chef Jakob hat vier Zine-Kollegen zur Diskussion zusammengerufen und das liest sich schon ganz interessant. Was mir aber beim PP insgesamt ein bisschen fehlt, ist so eine persönliche Färbung. Wenn Hardcore wirklich mehr als Musik ist, dürfte von diesem „more“ auch gern mehr im Heft sein. Die PP-Leser würden es bestimmt nicht schlecht finden, zu lesen, was sonst in Jakobs Kopf vorgeht. Die zwei bis drei Konzertberichte machen das insgesamt auch nicht wett.“
Gary Flanell

Review aus dem „Mind The Gap“ #12

„Viele, viele mir kaum bekannte Bands kommen in diesem A5er zu Wort, und so ziemlich alle kommen dabei auch sympathisch rüber. Project Print ist irgendwo zwischen Hardcore und Punk verwurzelt, mit Tendenz zum Hardcore. Aber wozu trennen, was nicht zu trennen ist? Anders als viele engstirnige Zeitgenossen hat der PP-Macher Jakob verstanden was Slogans wie „Don‘t Forget Your Roots“ oder „Unity“ bedeuten sollen. Schön auch, dass Jakob und Mitschreiber die negativen Seiten der Szene wie Proleten-Prügel-Moshpits und Mackergehabe benennen und kritisieren. Für jemanden der doch eher auf Punkrock als seinen Bruder, den Hardcore, steht, ist es übrigens amüsant, wie wichtig Leibesübungen, Fitness-Studio und Muskelaufbau für manche Szene-Leute sind, einige der interviewten Bands eingeschlossen. Im Plastic Bomb oder Mind The Gap ist da eher weniger drüber zu lesen. In der aktuellen Ausgabe gibt’s einen Schwerpunkt zu Fanzines inklusive Interviews mit drei internationalen HC-Fanzines, dazu werden Combos wie End Is Forever, Violence Approved, Get It Done (mit Ex Black Friday 29 Sänger) und die Hamburger Old School Hoffnung Inside Job ausgehorcht. Das jungdynamische Heftchen macht sich!“
Gierfisch

Review aus dem „Übersteiger“ #106

„Im Oktober 2010 erschien die erste Ausgabe dieses kleinen, sehr feinen Hardcore-Fanzines aus unserer Hansestadt. Raus kommt es bislang wie geplant zweimal im Jahr in gedruckter Form, worauf das Hauptaugenmerk der Herausgeber liegt. Sehr löblich, ich empfehle aber trotzdem auch den Blick auf die oben angegebene Homepage. In dieser 3. Ausgabe kommen u.a. die Dresdner Combo Risk It!, End Is Forever, I Am Revenge, die sehr geile Inside Job aus Hamburg, Get It Done und Violence Approved in locker geführten, weil ziemlich gut vorbereiteten Interviews zu Wort. Außerdem beantworten The Hitchhikers ein Fragen-ABC, es gibt ein paar Konzertberichte (Agnostic Front im Logo, Get It Done in Schleiz, „Hell On Earth“ – Tour in der Markthalle) und div. Fanzinereviews. Darunter übrigens u.a. das „In The Streets Of Hamburg“ von unseren Glatzköppen, die vor kurzem, zusammen mit den Heftmachern, ein sehr cooles HC-Konzert mit 3 Bands organisiert haben, welches zugunsten der russischen Antifa im Hafenklang über die Bühne ging. Neben dem Plattenlabel District 763 Records werden in einem „Fanzine Special“ außerdem noch das belgische „Mindset“, das „Law & Order“ aus Schweden und das Signals aus hiesigen Breitengraden vorgestellt. Ein rundum klasse Heft von dem man nur zu gerne öfters was Neues lesen möchte.“ // Stemmen

Review aus dem „In The Streets Of Hamburg“ #13

„Und um den Kommentar mit dem Streber zu bestätigen, gibts die 3 gleich hinterher, während wir immer noch an unserer Ausgabe basteln! Wenn die in dem Tempo weiter machen, überholen sie uns noch. Naja, is ja auch kein Wunder, wenn man uns die Schreiberlinge klaut ;-) In dieser Ausgabe gibts dann auch mal 2 Interviews mit Punkrockbands. Ein wenig erfrischend, wie ich finde. Außerdem fällt auf, dass das Project Print viel Wert auf lokale Bands legt. Gute Ideen haben die Leute, so kann sich auch die Befragung verschiedener Fanzinemacher sehen lassen. Lediglich ein paar mehr reiserische Erlebnisberichte würde ich gerne lesen. Die Hardcore Help Foundation wird vorgestellt und es gibt natürlich noch HC-Interviews mit Risk It!, Violence Approved, End Is Forever, Inside Job uvm. Wir wollen Anfang nächstes Jahr mal probieren, mit dem Fanzinemacher eine Hardcoreshow auf die Beine zu stellen. Also haltet Augen und Ohren offen.“
Stu

Review DAYTODAZE – THIS WORLD WAS BUILT ON BONES 12” EP (DIY)

Auf ihrer aktuellen EP spielen die Jungs tatsächlich eine gekonnte Mischung aus Modern-, Old-School-HC und Punk. Das Ganze wird an der einen oder anderen Stelle mit einer gut platzierten dissonanten Melodie einer der beiden Gitarren abgerundet. Das Tempo der Scheibe variiert zwischen punkig flott und teilweise nachdenklich langsam in den melodischen Parts. Die Jungs versuchen Songstrukturen zu schaffen, die nicht immer vorhersehbar sind, ohne dabei allerdings zu vertrackt zu werden, und erreichen es dadurch in Songs wie dem Titeltrack „This World Was Built On Bones“ oder vor allem in „Team Excellent“ Spannung aufzubauen und den Hörer (also in diesem Fall mich) für sich zu gewinnen. Die fünf Songs machen aufgrund ihres Abwech-slungsreichtums alle Spaß. Man merkt, dass hier eine Band am Werke ist, die sich Zeit genommen hat, sowohl beim Songwriting als auch beim Aufnehmen. Einziger Kritikpunkt ist die Stimme von Sänger David und zwar immer dann, wenn er versucht „clean“ zu singen. Das passt weder richtig zu seiner Stimme noch zur Gesamtstimmung der Musik. Irgendwie geht in diesen Parts die Energie, die in den Liedern steckt verloren. In den Shoutparts allerdings klingt alles wie aus einem Guss. Textlich setzt sich die Band kritisch mit der Festung Europa und dem Thema Krieg auseinander. Sozialkritik und Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft gibt es auch zu hören.
Kurzum, diese Platte ist für jeden etwas, der auf mehr steht als die ewig gleichen, immer wiederkehrenden Moshparts und Breakdowns und über Texte auch nachdenken möchte.
Die Band hat sich mittlerweile aufgelöst. Allerdings treiben einige Mitglieder unter dem Namen COLLIDE AND DISCORD weiterhin ihr musikalisches Unwesen.

Get The Most Interview aus Ausgabe #2

2006 und 2007 haben GET THE MOST zwei sehr geile 7“ EP’s auf Crucial Response Records veröffentlicht. Im letzten Jahr gab es dann endlich den ersten Longplayer. Diese LP hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe. Momentan sind sie wohl eine der besten Bands, die dem Youth Crew Sound frönen. Deswegen habe ich ein paar Mails rund um die halbe Erde gejagt, um Sänger Senor Bubbles auf den Zahn zu fühlen.

1. Get the Most hat als Nebenprojekt von GO IT ALONE und BLUE MONDAY angefangen, ist das richtig? Und ist GTM im Augenblick euer Hauptprojekt? Spielen alle in der Band noch in anderen Bands?
Ja, die Band entstand als Nebenprojekt dieser zwei Bands. Wir entschlossen uns dazu während einer Tour im Sommer 2005. Seit dem Start hat quasi jeder auch in anderen Bands gespielt. Es ist eine ziemlich lange Liste, aber einige der Bands, aus denen wir kamen, waren Blue Monday, Go it alone, The Answer, Devotion, Black Breath, On, Vacant State, Gone but not forgotten etc. Diese Band hier hat immer als ein Spaßprojekt nebenbei existiert, was Touren nie zur Priorität machte.

2. Euer erstes Album “Together” wurde 2010 auf REACT! Records veröffentlicht. Für mich ist es eine der besten Youth Crew Veröffentlichungen des Jahres. Seid ihr mit der Platte zufrieden?
Wir sind definitiv zufrieden mit der Leistung und Dankeschön. Es hat ungefähr drei Jahre gebraucht um sie fertig zu kriegen, aber ich denke, dass es das Warten wert war. Ich wollte keine solche Diskrepanz erzeugen, dass unsere nächste Platte kom-plett anders klingen würde und damit der Schwerpunkt unseres Sounds verloren gegangen wäre. Ein ganzes Hardcore Album bleibt oftmals nicht so im Gedächtnis wie das Demo oder die erste 7″. Hoffentlich zeigt sich diese LP genauso gut wie der Rest unserer Outputs.

3. Welche Reaktionen bekommt ihr von den Leuten?
Soweit es die LP betrifft, waren sie positiv. Ich habe nichts in der Art gehört, dass die Leute es kacke finden, also ist das wohl gut.

4. Eins der Ziele von GTM war und ist es hoffentlich noch immer, euren Lieblingskünstlern Anerkennung zu zollen. Also steht der Sound von GTM unter den Einflüssen der guten alten Youth Crew Bands. Ist dieser Youth Crew Sound in euren Augen der „wahre“ Hardcore Sound? Fließen in GTM noch Einflüsse anderer musikalischer Richtungen ein?
Unsere generelle und ursprüngliche Idee war, den klassischen Bands zu huldigen. Wir wollten nicht viel anders als Instead, Youth Of Today, Uniform Choice etc. klingen. Je älter ich werde, desto mehr wertschätze ich jene 80er Bands. Ich glaubte, dass es einen Haufen Spaß machen würde, sehr energiereichen Hardcore zu spielen, der sich mehr oder weniger motivierend und euphorisch anfühlen sollte. Ist das der wahre Hardcore Sound für mich? Sicher. Aber ich denke wir sind uns alle einig, dass es da noch weitere großartige Stile im Hardcore gibt.

5. Ihr kommt aus Seattle, WA, einer Stadt, die viele gute und bekannte Hardcore Bands beheimatet (Sinking Ships, Gone But Not Forgotten, On, Undertow, nur um einige zu nen-nen). Was liegt bei euch in der Luft? Wie kommt es, dass so viele gute Bands aus dieser Gegend kommen?
Das muss an der sehr schönen Landschaft liegen. Die Berge, das Wasser und all das herrlich leckere vegane Essen dienen unserer Inspiration. Bei uns gibt es ausge-zeichnete Orte, wo man am Wochenende Wandern gehen kann und drei größere Städte liegen im Umkreis von 3-4 Stunden Fahrtzeit. Außerdem bestehen die meisten unserer Bands aus denselben zehn Typen, die Szene ist also nicht allzu groß.

6. Wie zeigt sich die Hardcore- und Straight Edge Szene in Seattle?
Die Hardcoreszene nimmt an Fahrt auf, sie wächst vor allem leicht südlich von Seattle in der Tacoma Area. Da unten finden tendenziell wesentlich mehr Shows statt und sie haben ziemlich regelmäßige Veranstaltungen am Laufen. Die Straight Edge Szene ist nicht sehr groß, die, die wir kennen, sind größtenteils 25 und älter. Es gibt nicht mehr viele von uns hier. Es kommt einem so vor, dass, nachdem Champion sich aufgelöst haben viele Leute mit Hardcore und Straight Edge aufgehört haben.

7. Eine ehr persönliche Frage. Ihr seid eine Straight Edge Band?! Was bedeutet euch Straight Edge? Warum lebt ihr Straight Edge?
Glaub es oder glaub es nicht. Aber dies ist keine Straight Edge Band. Unser Sound ist zwar von vielen sXe-Bands beeinflusst und die meisten der Bandmitglieder leben auch straight, ich kann also verstehen wie du auf die Idee gekommen bist. Aber als wir anfingen, wollten wir den Fokus unserer Texte auf Dinge richten mit denen jeder was verbinden kann. Deswegen sind wir nicht den sXe-Weg gegangen. Außerdem leben wir auch nicht alle straight. Also würde es auch gar nicht wirklich passen.

8. Ihr habt zwei EP’s auf dem deutschen Label Crucial Response veröffentlicht. Wie seid ihr mit Peter in Kontakt gekommen?
Ursprünglich hatten wir ihm mal unser Demo, das für unsere erste Show rauskam, geschickt. Er hat sich mit uns in Verbindung gesetzt und gesagt, dass er eine 7″ EP machen will. Wir waren so glücklich, mit einem der besten Hardcore Labels überhaupt zu arbeiten. Einige unserer Lieblingsbands hatten Platten auf diesem Label veröffentlicht. Es hat uns viel Vergnügen bereitet, mit Peter zu arbeiten und er hat einen großartigen Job für uns gemacht.

9. In dem Song “Not just Words to say” beschreibt ihr eine Situation, in der es um einen Freund geht, der euch und der Szene den Rücken zukehrt, weil er “erwachsen wird”. Geht es um eine wahre Geschichte, die einem von euch passiert ist? Und denkt ihr, dass „er-wachsen werden“ zwangsläufig das endgültige Brechen mit Szene und Freunden mit sich bringt?
Der Song bezieht sich lose auf die vielen Zusammentreffen, die wir alle mal mit Freunden erlebt haben, die plötzlich zu alt geworden waren für Dinge, die ihnen einmal so wichtig gewesen waren. Zum Beispiel bin ich mir ganz sicher, dass ich Freunde hatte, die auch mit zu Hardcore Shows kamen, dann aber entschieden, dass sie damit durch sind und nun über jene Zeiten reden, als würden sie ihnen nichts bedeuten, obwohl sie genau das tat. Manchmal wirst du traurig, dass du, obwohl sie sich weiterbewegt haben, nicht anders kannst, als zu denken, dass sie von ihrem jetzigen sozialen Leben gelangweilt sein müssen. Es steckt ja auch die Stimmung der guten alten Zeiten drin. Ein bisschen nostalgisch und so.

10. Ist der Song “Show some Spine” jemandem bestimmtes gewidmet? Oder ist er einfach als generelles Statement zu verstehen?
Ich möchte auf niemand spezielles öffentlich mit dem Finger zeigen, aber in dem Song geht es um jemanden, der sich sehr offen über die Beteiligung von Frauen im Hardcore äußerte, als es aber dazu kam, Worten auch Taten folgen zu lassen, hat er sein wahres Gesicht gezeigt. Auch, wenn Hardcore eher männlich dominiert wird, heißt das nicht, dass wir nicht schrecklich begeistert sein sollten über alles und jeden, der sich einbringt. Ich würde mir wünschen, dass Frauen und Männer zu gleichen Anteilen auf Shows zu sehen wären. Es sind solche Menschen, wie der aus dem Song, die andere, welche sich auf Shows vielleicht ein wenig unwohl oder fehl am Platze fühlen, verschrecken und verunsichern. Diese Idioten müssen wir loswerden und unsere Szene so großartig gestalten, wie wir nur können, in der sich jeder willkommen fühlen kann, ganz egal welchen Geschlechts oder welcher Überzeugung.

11. Habt ihr schon mal in Deutschland gespielt? Wann werden wir euch das nächste Mal hier sehen können?
Wir haben 2009 eine Show mit ON in Deutschland gespielt. Ich weiß nicht mehr genau, wo das war, aber es war sehr gut. Die Show war brechend voll und ich erinnere mich an Leute, die viele der Texte kannten, was sich ziemlich gut angefühlt hat. Was eine Rückkehr nach Deutschland angeht, sind wir uns nicht sicher, wann wir das realisieren können.

12. Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?
Wir geben unserer Collection LP, die bald auf REACT! Records erscheint, gerade den letzten Feinschliff. Sie beinhaltet unser Demo und die beiden Seven Inches. Die Songs wurden überarbeitet, klingen jetzt also besser und das Layout ist ziemlich cool. Wir hoffen, dieses Jahr beim REACT! Festival in Berkley, Kalifornien, zu spielen, denn letztes Jahr hat es unglaublich viel Spaß gemacht!

13. Platz für alles, was du den Leuten in Deutschland noch mitgeben willst.
Es hat immer viel Spaß gemacht, in Deutschland zu spielen. Ich hoffe, dass ihr wei-termacht mit den Zines, Shows, Labels und damit, nordamerikanische Bands durch eure Gastfreundlichkeit zu unterstützen. Danke für das Interview.